Akademie der Künste richtet Archiv zu Franz Kutschera ein


24. März 2009

Anlässlich des 100. Geburtstags des Schauspielers und Regisseurs Franz Kutschera am Mittwoch (25. März) ist sein Nachlass nun in Berlin archiviert. Die Sammlung in der Akademie der Künste umfasst Fotos, Schallplatten, Tonbänder und Briefe unter anderem von Ingmar Bergmann. Die rund vier laufenden Regalmeter Material sollen Kutscheras künstlerische Laufbahn nahezu vollständig dokumentieren und stammen von der Tochter des Künstlers, Franziska Kutschera, wie die Akademie am Dienstag mitteilte. Der gebürtige Wiener (1909-1991) habe die Theaterszenen im Berlin der Nachkriegszeit und ab den 60er Jahren in Frankfurt am Main und München wesentlich geprägt, hieß es zur Begründung.

Kutschera hatte in Deutschland zunächst Auftrittsverbot, nachdem er 1933 seinem jüdischen Intendanten Gustav Hartung zur Flucht verholfen hatte. Ab 1947 stand er in Berlin im Theater am Schiffbauerdamm und im Haus der Volksbühne am Luxemburgplatz auf der Bühne. Neben Auftritten im Kino und Fernsehen wurde er einem breiteren Publikum durch das Hörspiel zu «Der brave Soldat Schwejk» bekannt. Ab 1962 spielte Kutschera in Frankfurt am Main Werke von Bertolt Brecht. 1972 wechselte er ans Residenztheater in München. Dort starb er im Alter von 82 Jahren.

na/uk, ddp

 

 

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