Nürnberg-Fürth: Angeklagter verweigert die Aussage


06. Oktober 2009

Angeklagter verweigert die AussageIm Prozess um die Tötung seines 84 Jahre alten Vaters hat der Angeklagte die Aussage verweigert. Der 57-Jährige ließ am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth seinen Verteidiger Sven Oberhof mitteilen, dass er sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu den Vorwürfen äußern wolle.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zwei Tage nach Weihnachten 2008 seinen schlafenden Vater in der gemeinsamen Wohnung in Nürnberg erstickt zu haben. Dazu soll er eines von zwei Kopfkissen, auf denen der Rentner schlief, umgeklappt und es diesem auf das Gesicht gedrückt haben. Da der 84-Jährige tief schlief, war er laut Anklage nicht zu einer Gegenwehr in der Lage und erstickte nach kurzer Zeit.

Um sicherzugehen, dass sein Opfer auch wirklich tot war, soll der Angeklagte den leblosen Körper auch noch kopfüber in eine gefüllte Badewanne gelegt haben. Er verzichtete laut Anklage allerdings darauf, einen bereits eingesteckten Haartrockner in das Wasser zu werfen, da keinerlei Luftblasen mehr aufstiegen und sein Opfer bereits tot war.

Als Motiv für die Tat gab der in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte nach Angaben von Gerichtssprecher Thomas Koch gegenüber der Polizei den Hass auf seinen Vater an. Dieser habe jahrelang die Familie terrorisiert.

na/ddp

 

 

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