Baden-Württemberg plant internationalen Kongress zu Bologna-Reform15. Oktober 2009
Der Minister lehnte es ab, «die Bologna-Reform zurückzudrehen«. Vielmehr müsse man ihr »weiter zum Erfolg verhelfen». Frankenberg sprach sich dafür aus, »stärker auf Qualität als auf Formalien zu achten und mehr Flexibilität in das System zu bringen«. Die Hochschulen müssten die Spielräume nutzen, die ihnen das System biete. »Dazu gehört eine Bandbreite von drei bis vier Jahren bei der Festsetzung der Regelstudienzeit für Bachelorstudiengänge.» Die Hochschulen sollen dem Minister zufolge die grundlegende Methodik eines Fachgebiets stärker in den Vordergrund stellen und zu starke Spezialisierungen vermeiden. Studium und Prüfungen müssten klar strukturiert sein. Zugleich müsse es «Freiräume für eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten» geben. Auch müsse «die starre zeitliche Obergrenze von fünf Jahren für aufeinander abgestimmte Bachelor- und Masterprogramme auf den Prüfstand», sagte der Minister. Laut dem Bologna-Prozess soll innerhalb der Europäischen Union ein einheitlicher Hochschulraum entstehen. Die Studiengänge werden dazu allesamt auf Bachelor und Master umgestellt. Bei der großen Mehrheit der Studiengänge in Deutschland ist das bereits passiert. Kritiker bemängeln jedoch eine zu hohe Stofffülle und Verschulung im Bachelor-Studium. Die Kultusministerkonferenz sollte am Donnerstag über Änderungen am System der Bachelor- und Masterstudiengänge beraten. na/ddp
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Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 11:33 erstellt und ist in der Kategorie Wissen / Technik abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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