Buchtipp: «Je kürzer, desto länger»


15. April 2009

Aufgeklärt werden die meisten Leute heutzutage spätestens im Biologieunterricht. Und nicht erst seit «Sex and the City» gilt es als lässig, ganz offen über Sex zu reden. Trotzdem kursieren zu dem Thema immer noch hartnäckige Mythen, die das muntere Treiben im wahren Leben unnötig verkomplizieren.

In ihrem Buch «Je kürzer, desto länger» räumt Lynn Hagens mit einer ganzen Reihe solcher Gerüchte auf. Dabei geht sie auf vermeintliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern, falsche Vorstellungen von Leistung und Lust sowie auf gesundheitliche Aspekte beim Sex ein. So wird beispielsweise die Potenz beschnittener, stark behaarter und gänzlich unbehaarter Männer ganz genau unter die Lupe genommen. Auch mit dem Märchen von der ausgeleierten Vagina und der Legende vom Samenstau hat sich die Autorin beschäftigt.

In ihrem Buch fördert Hagens einige wichtige Fakten zu Tage, die im Biologieunterricht stets verschwiegen wurden. Männer dürfen sich spätestens jetzt von der Befürchtung verabschieden, ihnen stünde nur eine begrenzte Anzahl von Ejakulationen in ihrem Leben zur Verfügung. Und wer hinter der sexuellen Unlust seines Partners bereits ein nahes Liebes-Aus vermutete, kann nun aufatmen: Manchmal sind einfach der Stress, die Hormone oder das spannende Fernsehprogramm schuld.

Lynn Hagens: «Je kürzer, desto länger – Die populärsten Sex-Irrtümer», Humboldt, 2009, 8,90 Euro, ISBN: 978-3869104508

na/uk, ddp

 

 

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