
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat scharfe Kritik an dem Vorhaben der israelischen Regierung geübt, den Wohnungsbau in Ost-Jerusalem fortzusetzen. “Wir haben durch die Ankündigungen des Baus neuer Wohnungen einen schweren Rückschlag erlitten in der Frage, ob es zu Annäherungsgesprächen zwischen Palästinensern und Israelis kommt”, sagte Merkel am Montag während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri in Berlin. Es müsse “alle Kraft darauf gesetzt werden”, dass diese Gespräche zustandekommen. Signale, die in Zukunft aus Israel kämen, müssten “konstruktiv” sein, so die Bundeskanzlerin. Vergangene Woche hatte sich auch US-Vizepräsident Joe Biden kritisch zu Israels Siedlungsplänen geäußert. Die Pläne “unterminieren das Vertrauen, das wir jetzt brauchen und läuft den konstruktiven Diskussionen zuwider, die ich hier in Israel hatte”, sagte Biden. Das israelische Innenministerium hatte während des Besuchs von Biden den Bau von 1.600 weiteren Wohnungen in Ost-Jerusalem angekündigt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält unbeirrt an den Plänen fest.
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dts Nachrichtenagentur

Die Saar-SPD hat sich gegen den von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) vorgeschlagenen monatlichen Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung ausgesprochen. Dieser Zusatzbeitrag von 29 Euro für alle Versicherten ab dem kommenden Jahr würde die Einführung des Kopfpauschalen-Systems im Gesundheitswesen bedeuten, sagte Fraktionsvize Cornelia Hoffmann-Bethscheider am Montag in Saarbrücken.
In der Debatte um eine Verlängerung der Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten hat sich Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) skeptisch geäußert. «Trotz der in ihrem Ausmaß erschreckenden Vorwürfe dürfen wir die rechtsstaatlichen Grundlagen unseres Strafrechts nicht aus den Augen lassen», sagte der Minister am Montag in Wiesbaden. Eine Verlängerung der Verjährungsfristen widerspreche dem Rechtssystem, da die Zeitspannen an das jeweilige Strafmaß gekoppelt seien.
Die Finanzierung eines Europäischen Währungsfonds (EWF) steht nach Angaben des Bundesfinanzministeriums momentan nicht auf der Tagesordnung. Über Detailfragen der Finanzierung werde zurzeit gar nicht weiter nachgedacht, weil noch eine generelle Debatte über die Eckpfeiler eines solchen Fonds geführt werde, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. 