Begleitet von anhaltendem Streit zwischen Union und FDP hat am Mittwoch die Gesundheitsreformkommission der Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen. Die Vertreter der acht beteiligten Ministerien kamen am Nachmittag in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin zu ihrem ersten Treffen zusammen. Unter dem Vorsitz von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will das Gremium in den kommenden Monaten über die künftige Finanzierung des Gesundheitswesens beraten. (weiterlesen…)
Der Apothekerverband Westfalen-Lippe warnt vor gefälschten Arzneimitteln. Jedes zehnte Medikament, das im Internet bestellt werden könne, sei ein Plagiat, sagte Verbandsvorsitzender Klaus Michels am Mittwoch in Paderborn. «Bestenfalls seien diese wirkungslos, schlimmstenfalls ruinieren sie die Gesundheit», erläuterte er. Darum müsse ein Erkennungssystem für Arzneimittel eingeführt werden, um den Fälschern das Geschäft zu erschweren.
Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) lehnt alle Varianten einer Kopfpauschale ab. Dazu gehöre auch das Modell einer Extraprämie von 29 Euro, das offenbar im Haus von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) entworfen wurde, wie die «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe) berichtet. Damit sei der Streit in der Regierungskommission zur Gesundheitspolitik, die an diesem Mittwoch startet, programmiert.
Wenn einem nicht schon beim Geruch frischgebackenen Brotes das Wasser im Mund zusammenläuft, sollte man seinen Blutzuckerspiegel im Auge behalten: Es könnte sein, dass ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, den sogenannten Alterszucker, besteht. Das legt jetzt eine Studie amerikanischer und schwedischer Forscher nahe. Sie konnten nachweisen, dass Veränderungen in einem bestimmten Gen zumindest bei einigen Menschen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Diabetes 2 einhergehen. Die gleichen Genveränderungen beeinflussen jedoch auch, ob das vegetative Nervensystem schon beim Gedanken an Essen – sozusagen als Vorbereitung auf die Verdauung – die Regulationsmaschinerie für den Blutzuckerspiegel anwirft. Es scheint demnach also eine Verbindung zwischen der Reaktion auf Essensdüfte und dem Diabetesrisiko zu geben, schreiben Vann Bennett vom Howard Hughes Medical Institute in Chevy Chase und seine Kollegen im Fachmagazin «Science Signaling» (Bd. 3, Nr. 113). 