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Eigentlich müssten viel mehr Staaten, als derzeit in der Eurokrise ins Wanken gekommen sind, finanzielle Überschuldung anmelden. Viele Staaten finanzieren sich über eine hohe Staatsverschuldung und zahlen nur die dadurch entstehenden Zinsen ab. Doch die meisten EU-Staaten bleiben derzeit vom Staatsbankrott und der Zahlungsunfähigkeit verschont. Griechenland, Italien und Spanien sind aktuell die schlimmsten Sorgenkinder, Irland, Portugal oder Zypern stehen ebenfalls auf der Krisenliste. Nicht umsonst legt man in der EU Rettungsschirme in Milliardenhöhe auf.

Die aktuelle Schuldenkrise kam nur zu Stande, weil die genannten Krisenstaaten nicht mehr aus eigener Kraft ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnten. Die Staatsverschuldung hatte zur Folge, dass neue Kreditaufnahmen nicht mehr bewilligt wurden. Die Griechenlandkrise wurde erst nach einem Regierungswechsel in vollem Umfang zugegeben. Die astronomischen Haushaltsdefizite wurden zunächst verschleiert, bevor man um Hilfe bat. Als wäre das eine Initialzündung gewesen, meldeten bald danach auch Portugal und Irland Staatsschulden in nicht mehr zu bewältigender Höhe an. Zypern bat ebenfalls um Finanzhilfe und in Spanien waren es die Großbanken, die ins Wanken gerieten. Dagegen nehmen sich die Kreditprobleme in Italien und Slowenien geradezu geringfügig aus.

Ob die Nothilfemaßnahmen für die Pleitestaaten Sinn haben oder das Problem nur hinauszögern, weiß man nicht genau. Die Politik deckelt die Informationen, damit die Bevölkerung nicht in Panik gerät. Doch das, was an die Öffentlichkeit dringt, reicht für Zweifel aus. Offiziell gibt es aber keine Alternative für die gewaltigen Rettungsanstrengungen, weil sonst die Europäische Union vor dem Aus stünde – und die gemeinsame Währung gleich mit. Das würde weitere, wenn auch andere Kosten erzeugen und wäre auch politisch ein Desaster. Statt auf Panikmache setzen die Politiker der EU-Länder auf gemeinsame Anstrengungen. Neben den gravierenden Finanzproblemen macht den Pleitestaaten zunehmend auch die jeweilige Landesbevölkerung Probleme, die die drastischen Sparmaßnahmen nicht mittragen will. Aus Sicht der Bevölkerung müssen vor allem die Ärmeren bluten, weil Sozialleistungen, Renten, Gratifikationen und Urlaubsansprüche beschnitten werden.

Auch wenn die Troika beispielsweise Portugal nach einer Finanzspritze auf einem guten Weg aus der Krise sieht, sieht die portugiesische Bevölkerung das ganz anders. Wohl auch deswegen werden viele Schuldenstaaten die hoch gesteckten Sparziele nicht verwirklichen können, sondern sehr viel langsamer aus der Schuldenkrise kommen, als erhofft. Welche Folgen das für die anderen EU-Länder und für den Euro hat, ist unabsehbar. Krisenszenarios beschreiben immer nur die aktuelle Sicht auf das Problem. Sie spiegeln den „Worst Case“. Die Realität in zehn Jahren kann ganz anders aussehen. Wie man aber weiß, haben viele solcher Prognosen durchaus einen wahren Kerngehalt. Angesichts der Tatsache, dass es eine solche Notlage noch nie gab, gibt es aber leider keine Präzedenzfälle.

 

 

 

 


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