Deutsche Bahn überprüfte angeblich Daten der gesamten Belegschaft


03. Februar 2009

Das Ausmaß des Datenabgleichs bei der Deutschen Bahn ist einem Medienbericht zufolge noch größer als bislang angenommen. Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Mittwochausgabe) vorab unter Berufung auf ein internes Schreiben berichtet, ließ der Konzern nicht nur die Daten von 173 000 Mitarbeitern mit denen von Lieferanten abgleichen, sondern von der gesamten Belegschaft, also knapp 240 000 Beschäftigten.

Als Quelle nannte die Zeitung einen Brief von Achim Großmann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und selbst Mitglied des Aufsichtsrates, an die anderen Mitglieder des Kontrollgremiums.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn ist dem Bericht zufolge darüber am Dienstag informiert worden und reagierte mit Entsetzen. Konzernchef Hartmut Mehdorn hatte die Belegschaft und die Öffentlichkeit darüber bisher nicht informiert und steht dem Bericht zufolge nun vor der Ablösung. Man sei «schockiert», zitiert das Blatt aus Aufsichtsratskreisen. Es sei unbegreiflich, dass der Vorstand nur «scheibchenweise» mit der Wahrheit über die Datenaffäre herausrücke.

ddp.djn/rab/pon
 

 

 

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