Deutscher Aktienmarkt schließt sehr schwach


02. Juli 2009

Deutscher Aktienmarkt schließt sehr schwachDer deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag sehr schwach geschlossen. Als Grund nannten Händler schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten für Juni und die dementsprechend schlechte Vorgaben von der New Yorker Wall Street. Der Leitindex DAX sank um 3,8 Prozent auf 4718 Punkte. Der MDAX verlor 2,0 Prozent auf 5762 Zähler und der TecDAX verringerte sich um 1,8 Prozent auf 623 Punkte.

Die Wall Street tendierte im frühen Verlauf schwach. Gegen 17.40 Uhr MESZ fiel der Dow-Jones-Index um 2,0 Prozent auf 8332 Punkte. Der Nasdaq-Composite gab um 2,3 Prozent auf 1802 Punkte nach. «Vor dem langen Wochenende werden noch Positionen geschlossen und das Risiko heruntergefahren», hieß es im Handel mit Blick auf die geschlossenen Börsen und Anleihemärkte in den USA am Freitag.

Der Euro wurde am Abend leichter zu 1,4005 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,4049 Dollar festgestellt. Kurzfristig fiel die europäische Gemeinschaftswährung im späten Handel unter die Marke von 1,40 Dollar, erholte sich aber anschließend wieder leicht. Von der Zinsentscheidung der EZB ging kein Impuls aus. Erwartungsgemäß hatte die EZB den Leitzins unverändert bei 1,0 Prozent belassen.

Stärkster Verlierer im DAX waren Volkswagen mit einem Minus von 7,8 Prozent auf 228,85 Euro. Unter Druck standen auch die anderen Autowerte. Commerzbank fielen um 6,5 Prozent auf 4,92 Euro und Deutsche Börse gaben 6,2 Prozent auf 51,76 Euro nach. Gegen den Trend stemmte sich als einziger Wert Fresenius Medical Care. Die Aktie stieg um 0,9 Prozent auf 32,51 Euro.

In der zweiten Reihe verloren Arcandor 10,3 Prozent auf 0,52 Euro. TUI gaben 8,1 Prozent auf 5,03 Euro nach. Deutsche Postbank fielen um knapp fünf Prozent auf 18,73 Euro. Stärkster Wert waren Heidelberger Druck mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 4,07 Euro.

Im TecDAX verloren Infineon 6,3 Prozent auf 2,48 Euro. Q-Cells, Roth & Rau sowie Centrotherm verbilligten sich jeweils um mehr als fünf Prozent. Die Gewinner wurden von Phoenix Solar angeführt, die sich um 6,0 Prozent auf 35,00 Euro verteuerten.

na/uk, ddp

 

 

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