Dortmunder Jobcenter förderte Online-Shop von Neonazi


23. Juni 2009

Ein bekannter Neonazi hat in Dortmund Fördermittel für die Gründung einer «Ich-AG» bekommen. Das Jobcenter in Dortmund bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der «Westfälischen Rundschau». Der Rechtsextremist konnte mit der Förderung vom Arbeitsamt erfolgreich ein Internet-Unternehmen starten. Er soll dem Zeitungsbericht zufolge so auch rechtsextremes Propagandamaterial und Waffen verkauft haben.

«Unverzüglich werden die gezahlten Fördergelder zurückgefordert, in der Hoffnung auf Erfolg vor Gericht», teilte das Jobcenter am Dienstag mit. Zur finanziellen Höhe und zur Dauer der Förderung machte die Behörde keine Angaben. Der Mann sei seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr «Kunde» des Jobcenters. Im Jahr 2006 habe er für «einen gewissen Zeitraum Einstiegsgeld zur Existenzgründung» bekommen. Zum damaligen Zeitpunkt hätten aufgrund der vorgelegten erforderlichen Unterlagen keine Hinweise über einen rechtsextremistischen Hintergrund des Mannes vorgelegen.

na/uk, ddp

 

 

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