Kochen gehört für viele Menschen zur Lebensart und die Küche zählt in allen Zeiten zu den wichtigen Räumen einer Wohnung. Leider entstehen beim Kochen Küchendunst und auch unangenehme Gerüche. Die Dunstabzugshaube, in der Fachsprache auch als Wrasenabzug bezeichnet, ist ein Gerät zum Absaugen und Filtern der über dem Herd entstehenden Wrasen. Der Kochdunst (Wrasen) besteht aus Luft, Wasser und einem Fettanteil.
Die Dunstabzugshaube ist in zwei gängigen technischen Systemen, dem Abluft- und Umluftbetrieb, im Handel erhältlich. Ob ein Abluft- oder ein Abluftsystem geeigneter ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten der Küche ab. Der Rat eines technischen Experten kann bei der Auswahl (Art und Leistungsstärke des Gerätes, Anbringung, Sicherheitshinweise) der passenden Dunstabzugshaube sehr hilfreich sein. Auch das Design ist ein wichtiges Entscheidungskriterium.
Abluft- oder Umlufttechnik bei der Dunstabzugshaube – was ist zu beachten?
Bei der Ablufttechnik wird der Kochdunst über einen Abluftkanal nach außen geleitet. Ist die Abluftstrecke länger, wird ein Lüftermotor benötigt, mit dem jedoch eine bestimmte Geräuschentwicklung verbunden ist. Ein wichtiger Aspekt stellt die ausreichende Leistungsstärke des Gerätes dar. Bei Betrieb einer Dunstabzugshaube ist die Luft schnell gesättigt und muss in einem bestimmten Zeitraum mehrmals umgewälzt werden. Das im Küchendunst enthaltene Fett wird im Gehäuse gefiltert. Fettfilter aus Metall können wartungsfreundlich in der Spülmaschine gereinigt werden. Die Vorteile der Ablufthaube sind der höhere Reinigungsgrad der Luft, eine geringere Geräuschentwicklung und die niedrigeren Wartungskosten, da keine Aktivkohlefilter benötigt werden. Allerdings muss ein Durchgang durch die Hauswand gebohrt werden, was mit dem Vermieter abzuklären ist.
Die Umlufthaube führt die angesaugte, über einen Fett- und Aktivkohlefilter wieder in die Küche zurück. Das Mauerwerk bleibt bei der Umlufttechnik intakt. Da ein mit Fett vollgesogener Filter die Leistung der Dunstabzugshaube schmälert und die Brandgefahr erhöht, muss der Aktivkohlefilter alle sechs bis zwölf Monate gewechselt werden. Für Niedrigenergiehäuser ist nur die Umlufttechnik bei Dunstabzugshauben erlaubt, da die Be- und Entlüftung fein aufeinander abgestimmt ist. Da die Umlufthauben etwas lauter sind, besitzen hochwertige Geräte bis zu neuen Gebläsestufen. Mit der Gebläsestärke kann auch die Geräuschentwicklung reguliert werden.
Die Dunstabzugshaube integriert sich effektiv in moderne Wohnumgebungen
Zu den neuesten Entwicklungen bei den Abzugshauben zählt ein Sensor, durch den der Lüftermotor erst anspringt, wenn ein bestimmter Level an Dampf und Hitze erreicht ist. Aerodynamisch geformte Abluftleitungen mit optimiertem Strömungsverhalten sowie ein energiefreundlicher Mauerkasten tragen zur Effizienz der Dunstabzugshaube bei. Die Dunstabzugshaube sollte nicht parallel zum Kamin in Betrieb genommen werden, damit ausreichend frische Luft zum Atmen bleibt. Auch bei Dunstabzugshauben muss ausreichend gelüftet werden, da nur soviel verbrauchte Luft nach draußen transportiert werden kann, wie frische Luft zuströmt.
