Falscher Arzt wegen Kindesmissbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilt


29. Januar 2009

Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie Titelmissbrauchs ist ein Mann vom Landgericht Erfurt zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass sich der 42-Jährige im Jahr 2007 als Arzt ausgegeben und monatelang an einem 14-Jährigen aus der Nachbarschaft vergangen hatte. Der Lieferant habe sich als Urologe bezeichnet, um das Vertrauen der Nachbarn zu gewinnen. Der Großvater des Jungen habe die fehlende Qualifikation des Mannes schließlich bemerkt, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Der Angeklagte hatte vor Gericht die Taten umfassend gestanden und Reue gezeigt. Dies wurde strafmildernd berücksichtigt. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten wegen des 23-fachen Missbrauchs eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten gefordert. Die Nebenklage verlangte drei Jahre und sechs Monate Gefängnis. Der Mann muss zudem 4000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

ddp/erd/nje
 

 

 

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