Feldbesetzer wollen Aussaat von genverändertem Mais verhindern


24. April 2009

Die Gentechnik-Gegner, die in Braunschweig seit Freitag ein Feld besetzt halten, wollen bis zur Erfüllung ihrer Forderung durchhalten. Man werde den Acker erst dann freiwillig räumen, wenn zugesagt werde, dass auf der Fläche kein genveränderter Mais ausgesät wird, sagte ein Sprecher der Feldbesetzer auf ddp-Anfrage.

Um eine schnelle Räumung durch die Polizei zu verhindern, sei auf dem Gelände der ehemaligen Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft im Westen der Stadt ein Turm errichtet worden. Außerdem könne man sich jederzeit an einem Betonblock festketten. Bislang werde die Aktion, an der sich rund 20 Aktivisten beteiligten, geduldet, sagte der Sprecher.

Nach dem Verbot der Genmaissorte MON 810 durch die Bundesregierung sei der geplante Versuch auf dem besetzten Feld einer von zwei in der Region verbliebenen Experimenten mit gentechnisch manipulierten Pflanzen. Die Feldbesetzer lehnen nach eigenem Bekunden die Gentechnik in der Landwirtschaft grundsätzlich ab und fordern deshalb auch ein Ende sogenannter Sicherheitsforschungen.

na/uk, ddp

 

 

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