Generalmusikdirektor Fabio Luisi tritt zurück03. Februar 2010
Luisi sehe seine vertraglich festgelegten Initiativ-, Zustimmungs- und Konsultationsrechte klar verletzt. Anlass seien nicht abgestimmte Gespräche des Staatsopern- und Orchester-Managements mit dem ZDF zur Planung des Silvesterkonzerts 2010 gewesen. Dabei stehe die eingeschlagene Richtung auch dem bisher gemeinsam vertretenen künstlerisch-ästhetischen Anspruch von Orchester und Generalmusikdirektor entgegen, sagte der Dirigent. Mit Blick auf das eigene Selbstverständnis als Generalmusikdirektor habe er zu dieser «schweren und bedauerlichen Entscheidung» keine Alternative gesehen. Fabio Luisi vertrete die Auffassung, dass es auch in schwierigen Zeiten gelte, künstlerische Kompetenzen und Autonomien zu respektieren. Der Einfluss von Medienmacht dürfe nicht dazu führen, dass sich die Maßstäbe bei der Auswahl künstlerischer Inhalte verändern oder dass man die Entscheidung hierüber gar völlig aus der Hand gibt. Luisi warf dem Freistaat Sachsen vor, in dieser Situation zu zurückhaltend aufgetreten zu sein anstatt sich zu den Kompetenzen des Generalmusikdirektors zu bekennen. Luisi wird nach Angaben seiner Agentur 2012 ans Opernhaus Zürich wechseln und sich bis dahin seinem Engagement als Chefdirigent der Wiener Symphoniker sowie zahlreichen Verpflichtungen im In- und Ausland widmen. Am kommenden Mittwoch wird in Dresden Luisis Nachfolger, der bisherige Chefdirigent der Münchner Philharmoniker Christian Thielemann, vorgestellt. na/ddp
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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 03. Februar 2010 um 15:37 erstellt und ist in der Kategorie Unterhaltung abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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