GfK: TV-Quoten werden wieder übermittelt


02. Juli 2009

Die Datenweitergabe bei der Fernsehzuschauerforschung funktioniert nach anfänglichen Problemen bei der technischen Umstellung nach Angaben der GfK Fernsehforschung jetzt wieder. «Die Quoten der vergangenen beiden Tagen konnten am Donnerstag übermittelt werden», sagte Geschäftsführer Michael Darkow der Nachrichtenagentur ddp in Nürnberg. «Wir hatten am Mittwoch keine Daten veröffentlicht, weil die zur Verfügung stehende Zahl der Haushalte etwas zu gering war», sagte er.

Es habe durch die Umstellung der Software-Systeme Probleme mit dem Datenabruf gegeben. Es seien aber keine Daten verloren gegangen. Diese seien nun in «ausreichender Menge und Qualität» vorhanden, sagte Darkow. Nach seinen Angaben wird es auch künftig bei den Quoten eine «Übernacht-Berichterstattung», die bisher im Mittelpunkt gestanden habe, und eine «endgültige Berichterstattung» geben, die jetzt vier Tage nach den vorläufigen Zahlen bekannt gegeben werde. Diese «endgültigen Daten» hätten nun eine andere Qualität.

Die GfK setzt seit dem 1. Juli neue Messgeräte ein, die die Fernsehnutzung genauer erfassen sollen. So werden auch Gäste in den ausgewählten Haushalten beim Fernsehschauen erfasst. Zudem wird nicht nur die Zahl der Zuschauer gezählt, die eine Sendung direkt ansehen. Auch die digitalen Nutzungsplattformen werden einbezogen: So wird auch registriert, wer auf seinem DVD- oder seinem Festplatten-Rekorder ein Fernsehprogramm aufzeichnet und erst später anschaut.

Die GfK Fernsehforschung erhebt die Einschaltquote in über 5600 Haushalten. Auftraggeber ist die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), der Zusammenschluss der Sender ARD, ZDF, ProSiebenSat.1 Media AG und RTL zur gemeinsamen Durchführung der Fernsehzuschauerforschung in Deutschland.

na/uk, ddp

 

 

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