Greenpeace warnt vor türkischen Trauben der Supermarktkette Real20. November 2008 Greenpeace warnt vor türkischen Trauben der Supermarktkette Real. Laboruntersuchungen im Auftrag von Greenpeace hätten ergeben, dass bei den «Kernlosen Tafeltrauben Sultanas» die so genannte Akute Referenzdosis (ARfD) für das Pestizid Procymidon um mehr als das Doppelte überschritten wurde, wie Greenpeace am Donnerstag. Die Überschreitung der ARfD kann nach Informationen der Organisation bei Kindern und Erwachsenen akute Gesundheitsschäden verursachen. Gegen den Mutterkonzern Metro erstattet Greenpeace Strafanzeige wegen der wiederholten Vermarktung nicht verkehrsfähiger und potentiell gesundheitsschädigender Lebensmittel. Die ARfD wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) festgelegt. Obwohl im vorliegenden Fall der BfR- und WHO-Grenzwert überschritten war, wurde die geltende EU-Pestizid-Höchstmenge eingehalten. Bei der Festlegung der Höchstmengen für Pestizide berücksichtigte die EU-Kommission den ARfD-Wert nicht, erklärte Greenpeace. «Es darf nicht sein, dass immer wieder Tafeltrauben in Deutschland verkauft werden, die die Gesundheit der Verbraucher gefährden», sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. «Der Verkauf solcher Trauben muss gestoppt werden. Wir fordern die EU-Kommission und Bundesregierung auf, die Lebensmittelüberwachung zu verbessern und die Grenzwerte für Pestizide in Lebensmitteln zu verschärfen.» ddp.djn/prf/rab
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Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 20. November 2008 um 10:14 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Antworten sind im Moment nicht möglich, jedoch kann ein Trackback von der eigenen Seite erfolgen.
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