Grüne: Beobachtung der Piusbrüder durch Verfassungsschutz prüfen02. Juli 2009 Der Grünen-Politiker Volker Beck hat nach den negativen Äußerungen der Piusbruderschaft über Homosexuelle eine Beobachtung der Gemeinschaft durch den Verfassungsschutz angeregt. Die «Hetze» der Piusbruderschaft beweise einmal mehr, dass sie «nicht nur außerhalb der katholischen Kirche steht, sondern auch außerhalb des demokratischen Rechtstaates», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion am Donnerstag in Berlin. Wer den eigenen Protest gegen den Christopher Street Day (CSD) mit dem Widerstand gegen die Nazis im Dritten Reich vergleiche, beleidige alle Opfer des Nationalsozialismus. Die traditionalistische Piusbruderschaft ruft in der neuen Ausgabe ihres «Mitteilungsblatts» zum Protest gegen die «perverse» Lesben- und Schwulen-Parade zum CSD auf und schreibt: «Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: ‘Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!’. Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!» Beck betonte, während des Dritten Reichs seien Tausende Homosexuelle in Konzentrationslagern inhaftiert und ermordet worden. Der «perfide Aufruf» der Piusbrüder beleidige insbesondere auch die mutigen Katholiken, die im Dritten Reich gegen das mörderische Regime Widerstand geleistet hätten. Die «unchristliche und menschenverachtende Hetze» der Bruderschaft gegen Homosexuelle sei «unerträglich». Sie bedauere sogar, dass Homosexualität in Deutschland nicht mehr strafbar sei. Diese Art Hetze gegen Minderheiten durch christliche Gruppen könne wie in Russland auch in Deutschland zu Gewalt führen. «Die Sprache der Hetzer ähnelt sich auffallend», fügte der Grünen-Menschenrechtsexperte hinzu. na/uk, ddp
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Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 02. Juli 2009 um 14:36 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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