Handschrift von Anna Seghers an Akademie der Künste übergeben


18. November 2009

Handschrift von Anna Seghers an Akademie der Künste übergebenDie Berliner Akademie der Künste nennt ein weiteres Anna-Seghers-Manuskript ihr Eigen. Seghers Sohn Pierre Radvanyi übergab eine Handschrift der Erzählung «Grubetsch» aus dem Jahr 1926, wie die Akademie am Mittwoch mitteilte. Aus der Zeit vor ihrer Rückkehr aus dem mexikanischen Exil nach Deutschland 1947 seien nur sehr wenige Dokumente überliefert. Umso wertvoller sei das «Grubetsch»-Manuskript, bei dem es sich um ein 18 mal 22,5 Zentimeter großes Notizbuch handelt.

Der Text sei mit Tinte und Bleistift geschrieben und enthalte viele Streichungen und Varianten. Auf dem sogenannten Vorsatzblatt befinde sich eine Skizze des Schauplatzes der Handlung. «Grubetsch» wurde im März 1927 als Fortsetzungsgeschichte in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» veröffentlicht.

Im Anna-Seghers-Archiv der Akademie der Künste werden zahlreiche Manuskripte, Werknotizen, Aufzeichnungen und Korrespondenzen sowie eine umfangreiche Material- und Fotosammlung aufbewahrt. Zudem unterhält die Akademie die letzte Wohnung Seghers in Berlin-Adlershof als Gedenkstätte.

Seghers lebte von 1900 bis 1983 und gehört zu den bedeutendsten und zugleich umstrittensten Erzählerpersönlichkeiten der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.

na/ddp

 

 

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