Kurzarbeit belastet Haushalt der Bundesagentur


05. Februar 2009

München (ddp). Der drastische Anstieg der Kurzarbeit in diesem Jahr wird den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg strapazieren. Allein das veranschlagte Kurzarbeitergeld von 300 Millionen Euro werde bei Weitem nicht reichen, sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise bei den Münchner Seminaren der «Süddeutschen Zeitung» und der CESifo Gruppe, in der das Ifo-Institut mit dem Center for Economic Studies (CES) kooperiert.

Wie die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe berichtet, schätzt Weise, dass der Anstieg von Kurzarbeit bis zu 1,6 Milliarden Euro kosten wird. Das erste Halbjahr könne deshalb einigermaßen glimpflich verlaufen. «Aber wenn es bis Mitte des Jahres kein Signal gibt, dass es aufwärts geht, halten das viele kleine und mittelständische Betriebe nicht mehr durch.»

Wenn die Konjunktur in diesem Jahr um etwas mehr als zwei Prozent einbricht, erwartet Weise im Jahresdurchschnitt 250 000 Arbeitslose mehr als 2008. Im vorigen Jahr waren im Jahresdurchschnitt knapp 3,3 Millionen Menschen arbeitslos. Wenn die Wirtschaftsleistung allerdings um etwa vier Prozent zurückgehe, könnten es auch 500 000 bis 700 000 Arbeitslose mehr sein, sagte der BA-Chef. «Aber wir kommen nicht mehr an die Fünf-Millionengrenze heran», fügte er hinzu.

ddp/mar
 

 

 

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