Luisi-Rücktritt könnte juristisches Nachspiel haben


05. Februar 2010

Luisi-Rücktritt könnte juristisches Nachspiel habenDer sofortige Rücktritt von Fabio Luisi als Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden könnte bald ein juristisches Nachspiel haben. Landeskunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) sagte am Freitag in Dresden: «Wir erachten die Kündigung von Fabio Luisi für unwirksam. Seine vertraglichen Rechte wurden nicht verletzt.» Damit bestehe der Vertrag mit dem Dirigenten fort.

Die Sächsische Staatsoper steht vor einem ernsthaften Personalproblem seit Luisi am Mittwoch bekanntgegeben hatte, dass er wegen Querelen um die künstlerische Ausrichtung der Sächsischen Staatskapelle Dresden seinen bis 2012 geschlossen Vertrag als Generalmusikdirektor vorzeitig beenden werde. Sein designierter Nachfolger, der jetzige Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker, Christian Thielemann, hatte daraufhin einen vorzeitigen Weggang aus München ausgeschlossen.

«Unsere Tür ist wie bisher auch für Gespräche mit Fabio Luisi offen», sagte von Schorlemer. Sie erwarte, dass Luisi seinen Vertrag bis zum Sommer 2012 in Dresden erfülle. Unabhängig von den juristischen Bewertungen werde die Staatsoper nach einer Lösung suchen, um den Schaden zu minimieren. Für alle Besucher werde der Spielbetrieb auf gewohntem Niveau gewährleistet werden.

na/ddp

 

 

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