Piratenpartei will Aufnahme von Tauss prüfen


20. Juni 2009

Der baden-württembergische Landesverband der Piratenpartei will die Aufnahme des früheren SPD-Mitglieds Jörg Tauss prüfen. «Wir werden den Mitgliedsantrag von Herrn Tauss so behandeln wie den Antrag jedes anderen Neupiraten», sagte der Geschäftsführer des Landesverbands, Dennis Laurisch, auf ddp-Anfrage. Tauss hatte zuvor seinen Austritt aus der SPD verkündet und dies mit der Position der Sozialdemokraten zum Internet-Zugangssperren-Gesetz begründet.

Tauss hatte zugleich erklärt: «Wenn die Piraten es wollen, werde ich heute auch Mitglied.» Eine mögliche Mitgliedschaft von Tauss in der Piratenpartei ist jedoch wegen des Vorwurfs der Kinderpornografie, der gegen Tauss erhoben wird, umstritten. Manche Mitglieder befürchten einen Imageschaden. Eine Umfrage im Forum der Piratenpartei zeigt aber auch: Die Mehrheit der Aktiven unterstützt bislang Tauss. «Fähige Leute können wir immer brauchen», hieß es dort unter anderem.

Der baden-württembergische Landesverband will eine persönliche Erklärung, die Tauss am 11. März abgegeben hat und in der er sich für «nicht schuldig» erklärt, akzeptieren. Man sei von seinen «lauteren Absichten» überzeugt. «Sollte er verurteilt werden und durch das Urteil sein Wahlrecht verlieren, so wird gemäß unserer Satzung seine Mitgliedschaft automatisch erlöschen», sagte Laurisch weiter.

na/uk, ddp

 

 

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