Prozess um gewaltsamen Tod eines 20-Jährigen wird neu aufgerollt19. November 2009
Das Kölner Landgericht hatte die beiden Männer bereits im April 2008 wegen gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen von zweieinhalb sowie drei Jahren und neun Monaten verurteilt, ihr Komplize erhielt zehn Jahre Haft wegen Totschlags. Während sein Urteil rechtskräftig wurde, legte die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil für die anderen beiden Täter Revision ein. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob daraufhin Anfang Juni 2009 das Urteil auf. Nach Meinung der obersten Bundesrichter war die Entscheidung des Kölner Landgerichts zu milde ausgefallen. Die Richter in Köln müssen nun erneut prüfen, ob nicht auch die beiden Komplizen des Haupttäters wegen Totschlags zu bestrafen sind. Der Fall hatte wegen seiner Brutalität für Aufsehen gesorgt. Laut Anklage hatten die Täter ihr Opfer im Sommer 2007 nachts aus Rache in einen Hinterhalt gelockt, weil sich der 20-Jährige zuvor abfällig über die Freundin von einem der Angeklagten geäußert hatte. Mit Baseballschlägern hatten sie den jungen Mann auf offener Straße zunächst verprügelt und später immer wieder auf ihn eingestochen. Letztlich verblutete der 20-Jährige am Tatort. Die BGH-Richter hatten dabei von einem «Schlachtfeld» gesprochen, auf dem das Opfer «tot zurückgeblieben» sei. Für die Neuauflage des Verfahrens hat das Kölner Landgericht 21 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll frühestens Ende Januar 2010 verkündet werden. na/ddp
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Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 19. November 2009 um 19:32 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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