Regierung unterstützt “Anti-Botnet”-Aktion mit zwei Millionen Euro09. Februar 2010 Das Innenministerium hat dem Verband der Deutschen Internet-Wirtschaft eco Finanzhilfen in Höhe von zwei Millionen Euro im Kampf gegen Internetkriminalität zugesichert. Das Geld stamme dem Ministerium zufolge aus dem IT-Investitionsprogramm des Bundes. Damit wolle die Regierung die “Anti-Botnet-Initiative” des Verbandes unterstützen. Ein Bot ist ein Programm aus dem Internet, das sich auf dem Rechner eines Nutzers ohne dessen Wissen heimlich installiert. Die Schadsoftware wird dabei meist über manipulierte E-Mails oder infizierte Internetseiten verteilt. Ein Botnet kann etwa zum Angriff auf Websites, zum massenhaften Versand von Spams oder auch zum Identitätsdiebstahl benutzt werden. na/dts
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Der Schaden durch Internet-Kriminalität wächst stetig. Die Hälfte der deutschen Internet-Nutzer ist einer Forsa-Studie zufolge bereits Opfer krimineller Aktivitäten geworden. Dabei gibt es Möglichkeiten, gegen Internet-Betrüger vorzugehen. Solche Finanzhilfen sind daher sehr begrüßenswert. Der Knackpunkt ist jedoch: Der Datenschutz verhindert eine wirksame Bekämpfung. So dürfen Payment Service Provider wie beispielsweise Ogone bei ihren Kunden zwar Lösungen einsetzen, die Online-Betrug erschweren. Doch aufgrund des Datenschutzes dürfen sie beispielsweise nicht die Daten von Betrügern und Betrugsversuchen bei einer Firma mit den Betrugslisten anderer Firmen abgleichen. Das ist ein großes Manko und erschwert den Kampf gegen die Internet-Kriminalität. Den technisch gut ausgerüsteten und häufig international tätigen Banden ist mit den derzeitigen Datenschutzgesetzen nicht wirksam beizukommen. Ogone-Deutschlandchefin Miriam Wohlfarth fordert deshalb, dass der gesetzliche Rahmen des Datenschutzes so schnell wie möglich der Realität angepasst werden muss. Mehr Geld allein reicht nicht.