Rentner erschießt pflegebedürftige Ehefrau und sich selbst08. November 2009
Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes hatte die Frau seit diesem Sommer in einem Pflegeheim gelebt. Sie saß im Rollstuhl. Ihr Ehemann, der weiterhin im gemeinsamen Haus in Ismaning wohnte, besuchte sie dort jeden Tag. So auch am Samstag, als die beiden in den Ismaninger Schlosspark gingen. Dort beging der Rentner die Tat mit einer Pistole. Bei beiden Verstorbenen fand die Polizei am Tatort handschriftlich verfasste Abschiedsbriefe. Es handle sich demzufolge um einen gemeinsam getroffenen Entschluss, sagte der Polizeisprecher auf ddp-Anfrage. Zwar gehe aus den Briefen das genaue Motiv nicht hervor. Es sei aber davon auszugehen, dass die Pflegebedürftigkeit der Ehefrau der Hintergrund gewesen sei, sagte er. Hinweise auf die Verzweiflung des Paares habe es nach bisherigen Erkenntnissen zuvor nicht gegeben. Der Passant, der die beiden Toten fand, stand den Angaben zufolge unter Schock. Die Frau habe tot im Rollstuhl gesessen, ihr Mann sei daneben auf einer Parkbank gefunden worden. Ob der 74-Jährige für seine Pistole einen Waffenschein besaß, war zunächst nicht bekannt. Ein gemeinsamer Sohn des Paares, der im Landkreis München lebt, wurde alarmiert. Ob das Paar weitere Kinder hinterlässt, konnte der Polizeisprecher am Sonntag nicht sagen. Die beiden Toten sollten am Montag obduziert werden, um das Spurenbild am Tatort rechtsmedizinisch abzuklären. Die Beteiligung einer dritten Person an der Tat kann laut Polizei aber ausgeschlossen werden. na/ddp
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Dieser Artikel wurde am Sonntag, 08. November 2009 um 15:17 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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