Schavan verteidigt Bologna-Prozess


28. November 2009

Schavan verteidigt Bologna-ProzessAngesichts der Studentenproteste wirft Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) den Hochschulen Fehler vor. Vieles werde dem sogenannten Bologna-Prozess zu Unrecht in die Schuhe geschoben, sagte Schavan der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» laut Vorabbericht. «Jede Vorlesung mit einer Prüfung zu verbinden, ein Wettbewerb um Stofffülle, mangelnde Vergleichbarkeit von Studiengängen, die Mobilität verhindert – das sind keine politischen Vorgaben», sagte die Ministerin. «Und wenn ein Universitäts-Präsident sagt, zehn Prozent der Studiengänge an meiner Universität sind schlecht, dann können Studierende und Wissenschaftspolitiker erwarten, dass daraus an der Hochschule Konsequenzen gezogen und die Studiengänge besser werden.»

Schavan kritisierte, es seien handwerkliche Fehler gemacht worden. Diese müssten nun behoben werden. «Nach meinem Eindruck sind die Motive für die Proteste der Studierenden sehr unterschiedlich», sagte die CDU-Politikerin. Es geht nicht nur um den Bologna-Prozess. Da wird auch für Mindestlöhne und gegen das Leistungsprinzip demonstriert.»

In Bologna hatten sich die europäischen Bildungsminister auf eine Hochschulreform geeinigt, um Studienabschlüsse zu vereinheitlichen. Ziel ist ein zweistufiges System nach angloamerikanischem Vorbild mit Bachelor- und Master-Abschlüssen.

na/ddp

 

 

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