Seltener Heldbockkäfer fliegt in Brandenburg


16. Juni 2009

Die steigenden Temperaturen haben den vom Aussterben bedrohten Heldbockkäfer wieder in die Lüfte gelockt. Der Käfer, der in ganz Europa streng geschützt wird, fliege in den Sommermonaten durch die Wälder zwischen Luckenwalde und Baruth, teilte das brandenburgische Umweltministerium am Dienstag in Potsdam mit. In der Sonne stehende Alteichen seien der bevorzugte Aufenthaltsort des Käfers, dessen Fühler eine Spannweite von bis zu 20 Zentimetern erreichen können.

Der Heldbock, auch als Eichenbock bekannt, verbringt den Großteil des Jahres unter losen Rinden oder im umgrenzenden Laub seines Geburtsbaumes. Bevor der Käfer ausfliegt, ernähren sich die Larven vom Saftfluss verletzter oder alter Eichen.

In zahlreichen Bundesländern ist der Heldbock ausgestorben oder nur noch vereinzelt zu finden. Den Angaben zufolge sind nur in Ostdeutschland und einigen südlichen Regionen flächenhafte Vorkommen bekannt.

na/uk, ddp

 

 

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