HSH Nordbank: Sex-Klage gegen Manager02. Mai 2009
Er werfe dem verheirateten Kiser vor, dessen ebenfalls bei der Bank angestellte junge Freundin zu Lasten qualifizierter Kollege begünstigt zu haben. Der Top-Manager solle auf Dienstreisen auch männliche Mitarbeiter zu Ausflügen in Rotlicht-Lokale genötigt haben. Ihn selbst habe sein Chef in einem Hamburger Nachtclub aufgefordert, in einem Separee gegen seinen Willen «sexuelle Handlungen» an einer Nachtklubtänzerin vorzunehmen, behauptete der ehemalige Mitarbeiter laut «Focus». Der Mann habe sich widersetzt und Kiser wiederholt um Erlaubnis gebeten, «den Nachtclub verlassen» zu dürfen. Kisers «sexistisches, herabwürdigendes und nötigendes Verhalten» habe ihn «extrem angewidert», heißt es in der Klageschrift. Die HSH Nordbank verlange die Einstellung des Verfahrens. Wie der «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, handelt es sich bei dem Kläger um den ehemaligen Leiter der Abteilung «Corporate Services», David Krasner. In der Klageschrift heißt es: «Die New Yorker Niederlassung der Nordbank ist so vollständig durchdrungen von Affären und sexuellen Gefälligkeiten, dass weibliche Angestellte das Büro als ‘Bordell’ bezeichnen und darüber spotten, welche Sex-Praktiken zu welchen Vorteilen am Arbeitsplatz führen.» Verantwortliche der Bank «bestreiten die Vorwürfe vehement». Krasner habe einen Arbeitsvertrag gehabt, der sowohl von ihm als auch von seinen Vorgesetzten jederzeit und ohne Angabe von Gründen gekündigt werden konnte. Detaillierte Erklärungen seien deshalb überflüssig. na/uk, ddp
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