Stadtrat von Mügeln verbietet offenbar antirassistisches Konzert24. Juli 2009
Die nordsächsische Stadt war 2007 in die Schlagzeilen geraten, nachdem in der Nacht zum 19. August eine Gruppe Deutscher acht Inder angegriffen und über den Marktplatz gehetzt hatte. Die Opfer brachten sich damals vor ihren Verfolgern in einer Pizzeria in Sicherheit. Der Verein wollte für das Abschlusskonzert der antirassistischen Aktionswoche vom 23. bis 29. August den Schwetaer Park in Mügeln als Veranstaltungsort mieten. Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) habe jedoch unter anderem Sicherheitsbedenken angemeldet und seine mündliche Zusage später wieder zurückgezogen, sagte die Sprecherin weiter. Er habe Angst, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte und Mügeln wieder negativ in der Presse erscheinen könne, wurde der Bürgermeister zitiert. Auch die Lärmbelästigung der Anwohner habe die Stadt als Argument gegen das Konzert vorgebracht. In der schriftlichen Begründung des Verbots der Veranstaltungen stehe, dass der Schwetaer Park nicht für politische Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden soll. Auch ein Versuch der Veranstalter, erneut mit Deuse ins Gespräch zu kommen, sei gescheitert. Der Bürgermeister habe dies abgelehnt, weil das Verbot bereits feststehe. na/ddp
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Dieser Artikel wurde am Freitag, 24. Juli 2009 um 15:47 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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