Steinmeier verärgert über Kriegsdebatte zu Afghanistan


25. Juni 2009

Steinmeier verärgert über Kriegsdebatte zu AfghanistanAußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist verärgert über die laufende Diskussion, ob sich die deutschen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan im Krieg befinden. Die Debatte finde statt, «als sei der Begriff das Entscheidende», sagte Steinmeier am Donnerstag laut Vorabbericht in der ZDF-Sendung «Maybrit Illner». Ausschlaggebend sei, «dass die Situation, in der deutsche Soldaten in Afghanistan sind, gefährlich ist, dass wir sie in einen gefährlichen Einsatz geschickt haben».

Die deutschen Soldaten seien in einem «Kampfeinsatz im Ausland», aber «nach den herkömmlichen Begrifflichkeiten nicht im Krieg», betonte Steinmeier. Gefährlicher als ein Kriegseinsatz könne die Mission dennoch sein.

Nach dem Tod von drei weiteren deutschen Soldaten vor wenigen Tagen war die Debatte über die Strategie der Bundeswehr in Afghanistan neu entbrannt. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) will weiterhin nicht von einem Krieg sprechen.

na/uk, ddp

 

 

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