Stiftungen befürchten geringere Ausschüttungen durch Finanzkrise24. Dezember 2008 Frankfurt/Main (ddp). Die Finanzkrise trifft auch die deutschen Stiftungen. «Wir rechnen damit, dass deutsche Stiftungen 2009 vermutlich zehn Prozent weniger ausschütten werden als im Vorjahr», sagte der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Hans Fleisch, der «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Allerdings seien die Organisationen weniger stark als US-Stiftungen betroffen. «Die meisten deutschen Stiftungen haben keine Aktien», erläuterte Fleisch. Die Bandbreite der Kürzungen liege zwischen 5 und 15 Prozent. Dem Blatt zufolge gibt allerdings auch Ausnahmen. Die Landesstiftung Baden-Württemberg, deren Kapital aus dem Verkauf des Landesanteils am Energiekonzern EnBW stammt, kürze ihre Ausgaben drastisch, schrieb die Zeitung. Nach bisherigen Planungen sinke die Ausschüttung im kommenden Jahr um 46 Prozent auf etwa 27 Millionen Euro. Das Kapital der Zeit-Stiftung habe sich seit Jahresbeginn um elf Prozent reduziert – von 800 auf rund 710 Millionen Euro, schrieb das Blatt. Während im vergangenen Jahr etwa 20 Millionen Euro ausgeschüttet worden seien, werde der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr um 15 Prozent gekürzt. Auch das Vermögen der Hertie-Stiftung sei in diesem Jahr geschrumpft, und zwar um neun Prozent, berichtete die Zeitung. Allerdings würden Projekte über Rücklagen auf mehrere Jahre im Voraus finanziert. «Wir werden mit etwa 18 Millionen Euro im nächsten Jahr genau so viel für unsere Projekte ausgeben wie in diesem Jahr», sagte Holger Benke, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, dem Blatt. ddp/roy
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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 24. Dezember 2008 um 07:30 erstellt und ist in der Kategorie Wirtschaft abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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