Ein faszinierender Nebeneffekt der seit Jahren anhaltenden Flatrate-Welle ist das direkte Spielen im Internet, wie etwa bei spiele-zone.de oder jetztspielen.de. Dadurch, dass immer weniger User beim Surfen auf die Uhr schauen müssen, sind Angebot und Bedarf an online Internetspielen sprunghaft gestiegen. Diese Form unterscheidet sich bereits technisch von anderen Computerspielen, auch solchen, die das World Wide Web für Multiplayerspiele nutzen. Die Spiele in den entsprechenden Portalen müssen nicht mehr umständlich auf dem eigenen PC installiert werden. Man spielt direkt im Netz – eben online inklusive Suchtpotential.
Vergleichbar ist dieser Vorgang in etwa damit, als würde man in einen Computerspiele-Shop gehen und dort regelmäßig diverse Spiele ausprobieren. Darin steckt auch der entscheidende Vorteil: Das zur Verfügung stehende Sortiment an Spielen scheitert weder an der Geldbörse noch an der Größe des CD-Regals oder gar dem Festplattenspeicher. Zudem muss der User in der Regel wenig auf technische Details achten. Benötigte Software wird zum Download gleich mitgeliefert. Der genaue Blick auf die Systemvoraussetzungen, die bei PC-Spielen meist kleingedruckt auf der Rückseite aufgeführt sind, erübrigt sich. Ferner ist das Aufrufen eines Internetspiels häufig unkomplizierter, als wenn ein Spiel von CD geladen werden muss, das zudem nicht selten den PC voll in Beschlag nimmt. Internetspiele sind also ideal für die kleine Spielpause.
Jedes Spieleportal bietet zahlreiche Spiele zum Kennenlernen und Ausprobieren. Einige Seiten offerieren zudem zum Teil kostenpflichtige Downloads. Auf diese Weise können die gewünschten Spiele dann erworben und zur netzfreien Nutzung auf der Festplatte installiert werden.
Grundsätzlich ist bei fast allen Spieleseiten das kostenfreie Spielen möglich. Man braucht sich meistens nicht einmal registrieren zu lassen. Dann allerdings verfallen erreichte Werte bei den einzelnen Spielen. Wer sich registriert, wird dagegen in die so genannten High-Scores, Ranglisten, mit seinem Nickname aufgenommen, worüber man per Email oder Chat umgehend Freunde informieren kann.
Mehr Komfort, zahlreiche Zusatzfunktionen und kostenlose Downloads offerieren einige Spieleportale, wenn eine Mitgliedschaft für einen geringen monatlichen Beitrag eingegangen wird. Ergänzt werden die Angebote häufig durch Chatrooms, in denen Spieler miteinander in Kontakt treten können.
Die Unterschiede zwischen Spieleportalen und künstlichen Spielewelten werden zusehends marginaler. In künstlichen Welten wie etwa SecondLife, Entropia Universe und Gaia Online oder so genannten Browserspielen wie Travian, World of Warcraft, Die Stämme oder Damoria geht es um fortgesetztes, meist tägliches Spielen. In etwa ist diese Art des Spielens vergleichbar mit Aufbauspielen wie Die Siedler oder die Anno-Varianten.
Am Beispiel von SecondLife lässt sich noch ein anderer Unterschied zwischen diversen Spielewelten und –portalen deutlich machen. Einige davon sind vollständig kostenlos ohne wirklich am Spielespaß zu sparen. Andere kosten bei gewünschter Mitgliedschaft oder bei der Nutzung exklusiver Angebote kleines oder auch mal etwas größeres Geld. Bei wieder anderen Angeboten ist die Verbindung zwischen Spielwelt und Realität in beide Richtungen geöffnet. Wer etwa bei SecondLife erfolgreich ist, kann damit reales Geld verdienen. Auch Spieleportale ermöglichen beispielsweise das Sammeln von Punkten, die dann wiederum Einlass in den Portalshop gewähren, in dem diverse Artikel vom formschönen Staubfänger bis zu hochwertiger Bürotechnik gegen die Sammelpunkte eingelöst werden können. Darüber hinaus geizen alle Anbieter nicht mit zahlreichen Gewinnspielen.
