Tillich trifft sich mit Qimonda-Insolvenzverwalter


27. Januar 2009

Fünf Tage nach der Pleite des Chipherstellers Qimonda hat sich Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Dienstag in Dresden mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Michael Jaffé getroffen. Nach Angaben von Regierungssprecher Peter Zimmermann diente das Vier-Augen-Gespräch einem ersten Kennenlernen. Details zum Gesprächsinhalt nannte er nicht.

Zum derzeitigen Zeitpunkt sei «nicht abzusehen, in welcher Weise eine Unterstützung des Freistaats notwendig» werde, um die Arbeitsplätze zu erhalten, sagte Zimmermann. Das Land sei «im Rahmen seiner Möglichkeiten» weiterhin bereit zu helfen. Eine staatliche Beteiligung am Unternehmen werde indes nach wie vor ausgeschlossen. Sachsen hatte im Dezember ein Darlehen von 150 Millionen Euro für Qimonda angeboten.

Jaffé hat am Dienstag in mehreren Betriebsversammlungen die Dresdner Belegschaft von Qimonda über das weitere Vorgehen informiert. Das Unternehmen hatte am Freitag der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Zuvor war bekanntgeworden, dass das im Dezember ausgehandelte Rettungspaket in Höhe von 325 Millionen Euro nicht ausgereicht hätte.

An den Standorten Dresden und München beschäftigt die Tochter des DAX-Konzerns Infineon rund 4600 Menschen, davon rund 3200 in Dresden.

ddp.djn/tmo/rab
 

 

 

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