Tillich verteidigt Umgang mit seiner Biografie


04. Juli 2009

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat den Umgang mit seiner DDR-Biografie verteidigt. «Ich habe mir nichts vorzuwerfen», sagte Tillich dem Berliner «Tagesspiegel» (Samstagausgabe). Er habe «Verständnis dafür, dass jene, die früher Bürgerrechtler waren und Widerstand gegen die DDR geleistet haben, meiner Rolle in der DDR kritisch gegenüberstehen». Er stelle sich aber auch mit diesem Teil seiner Biografie, genauso wie mit dem in der freiheitlichen Demokratie, am 30. August mit gutem Gewissen zur Wahl, fügte er hinzu.

Tillich hatte am Mittwoch erstmals bekannt, 1999 auf einem Erklärungsbogen zu seinem Amtsantritt als sächsischer Minister die Frage nach dienstlichen Stasi-Kontakten verneint zu haben. Wegen der Logik der Fragestellung sieht er keinen Widerspruch dazu, sich zu DDR-Zeiten zweimal als für Handel und Versorgung zuständiges Mitglied im Rat des Kreises Kamenz mit Stasi-Mitarbeitern getroffen zu haben. Dies hatte er im Herbst 2008 eingeräumt.

na/uk, ddp

 

 

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