Transnet will Regeln für Wettbewerb auf der Schiene08. November 2009
«Wenn die Bahn Einnahmeverluste hat, wird sie womöglich Randbereiche im Schienennetz nicht mehr bedienen», sagte Kirchner. Städte wie Kiel, Bremen, Cottbus, Potsdam, Konstanz, Dresden oder Saarbrücken könnten dann bald vom Fernverkehr abgekoppelt werden – solche Verbindungen seien ein Zuschussgeschäft. Zusätzlichen Druck gebe es durch die Fernreisebusse, die die schwarz-gelbe Koalition zulassen wolle. «Womöglich gibt es in zehn Jahren nur noch zwischen den großen Städten Fernzüge», sagte Kirchner. Der Staat solle deshalb Regeln für den Fernverkehr vorschreiben, schlug Kirchner vor. «Er könnte zum Beispiel Strecken nur dann vergeben, wenn sich ein Anbieter verpflichtet, nicht nur auf Rennstrecken zu fahren, sondern auch in die Randgebiete», sagte der Gewerkschafter. Die DGB-Gewerkschaft Transnet und die unter dem Dach des Beamtenbundes arbeitende Bahngewerkschaft GDBA hatten vor einer Woche ihre Fusion angekündigt. Die Lokführergewerkschaft GDL erwartet allerdings Widerstand seitens der Dachverbände. «Ich denke, dass der Beamtenbund gegen den Abgang einer Gewerkschaft vorgehen wird», sagte GDL-Chef Claus Weselsky der «Sächsischen Zeitung» (Samstagausgabe). Auch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di «wird das nicht einfach hinnehmen.» Hier komme eine typische Bahngewerkschaft als angedachte Verkehrsgewerkschaft in einen Markt, den ver.di abdecke. na/ddp
Weitere Artikel die Sie auch interessieren könnten:
Eine Antwort hinterlassen (Bitte beachten Sie unsere Netiquette)
Artikeldetails:
Dieser Artikel wurde am Sonntag, 08. November 2009 um 13:31 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
|