USA bieten Deutschland Hilfe beim strategischen Lufttransport an


11. November 2008

Angesichts der Startschwierigkeiten beim Projekt des europäischen Militärtransportflugzeuges A400M bieten sich die USA als Alternative an. «Das amerikanische C-17-Programm steht allen Nationen offen», der US-Botschafter bei der NATO, Kurt Volker, am Dienstag in Berlin. Er reagierte damit auf anhaltende Probleme des europäischen Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS, der im September den Erstflug der A400M auf unbestimmte Zeit verschieben musste.

Die C-17 «Globemaster» von Boeing kann doppelt so viel befördern wie der A400M, kostet jedoch auch mehr als das Zweifache. Volker wies darauf hin, dass als Alternative zum Kauf auch ein Leasing-Vertrag oder die Buchung von festgelegten Transportstunden in Frage kämen. Dies sei für alle Beteiligten «ein sehr kreativer Weg».

Bis zur Einführung des A400M setzt Deutschland auf das Gemeinschaftsprojekt «Salis» zum strategischen Lufttransport. Seit 2006 stehen in diesem Rahmen zwei Großraumflugzeuge vom Typ Antonow AN 124-100 auf dem Flughafen Leipzig bereit, die von den 17 beteiligten «Salis»-Partnern angefordert werden können und innerhalb von 72 Stunden abflugbereit sind. Weitere vier Maschinen des gleichen Typs komplettieren die «Strategic Air Lift Interim Solution» (Salis), die als Übergangsvariante bis ins kommende Jahrzehnt konzipiert ist.

ddp/spa/nik
 

 

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