Weniger Pestizide in Trauben23. November 2009
Besorgniserregend seien jedoch weiterhin die Mehrfachbelastungen. Sie gelten laut Greenpeace als toxikologisch bedenklich, weil mögliche Kombinationswirkungen der unterschiedlichen Pestizide auf die menschliche Gesundheit noch weitgehend unerforscht seien. Nur 2 der 30 Proben aus konventionellem Anbau seien unbelastet. In einer Probe von Real aus Köln wird die gesetzlich erlaubte Höchstmenge für den nervenschädigenden Wirkstoff Chlorpyrifos Greenpeace zufolge überschritten. «Diese Real-Weintrauben gehören nicht in den Handel», sagte Santen. Eine akute Gefährdung gehe von den Trauben jedoch nicht aus. Greenpeace hat eigenen Angaben zufolge Anzeige gegen Metro, den Mutterkonzern von Real, erstattet. Bio-Tafeltrauben hätten in dem Test insgesamt gut abgeschnitten, wie auch einige Trauben von Aldi und Tengelmann. Schlusslicht dagegen sei Metro. Die Hälfte ihrer Weintrauben-Proben sei von Greenpeace als «nicht empfehlenswert» eingestuft worden. Bereits eine am Freitag hatte eine Studie des Landesagrarministeriums Baden-Württemberg aufgezeigt, dass einheimische Trauben erheblich mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sind. Demnach mussten bei der diesjährigen Kontrolle drei Viertel aller Proben beanstandet werden, weil die zulässige Höchstmenge von Rückständen überschritten wurde. Drei der 21 Proben aus dem Einzelhandel wurden wegen massiver Überschreitungen sogar als riskant eingestuft. na/ddp
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Dieser Artikel wurde am Montag, 23. November 2009 um 11:48 erstellt und ist in der Kategorie Deutschland abgelegt. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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