WestLB-Chef greift SoFFin an


15. März 2009

WestLB-Chef Heinz Hilgert hat den Bund scharf dafür kritisiert, dass dieser die Rettung der Landesbanken allein den Eigentümern überlässt. «Man kann das nur bedauern. Durch diese Zurückhaltung ist der bundespolitische Anstoß für eine Landesbankenkonsolidierung ausgeblieben», sagte Hilgert der «Financial Times Deutschland» (Montagausgabe) laut einem Vorabbericht. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) zwinge die Landesbanken zu partikularen Lösungen. «Im privaten Sektor hat der SoFFin mit seiner Hilfe für die Commerzbank die Konsolidierung unterstützt», sagte der Vorstandschef der Düsseldorfer Landesbank.

Mit Hilgert kritisiert erstmals ein Landesbanken-Chef öffentlich die Politik des Rettungsfonds, schreibt das Blatt weiter. Dieser hat den Landesbanken bislang nur Liquiditätsgarantien zur Verfügung gestellt, mit der sie ihre Refinanzierung erleichtern können. Eigenkapitalhilfen blieben mit Verweis auf die Verantwortung und Zahlungskraft der Alteigentümer aus. So muss etwa die HSH Nordbank auf eine Kapitalerhöhung durch Hamburg und Schleswig-Holstein hoffen.

Die WestLB hatte geprüft, ob der SoFFin ihr bei der Auslagerung nicht-strategischer Wertpapiere mit Kapital helfen kann. Die verbleibende Kernbank könnte dann besser fusioniert werden.

na/uk, ddp

 

 

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