Zahncremes mit «Schmirgel-Effekt» können Verfärbungen beschleunigen19. Februar 2009 Spezielle Zahncremes für weißere Zähne können Verfärbungen in manchen Fällen noch beschleunigen. Denn Pasten mit starkem «Schmirgel-Effekt» hinterlassen häufig eine raue Zahnoberfläche, auf der sich eher Rückstände absetzen, wie Sabine Köhler, Vorsitzende des Medizinischen Beratungsdienstes der Zahnärzte (MDZ), erläutert. Kurzzeitig seien die Zähne nach dem Putzen zwar sehr gut gereinigt, aber langfristig könnten sich verfärbte Stellen noch häufiger zeigen. Sogenannte Bleaching-Verfahren, bei denen verfärbte Zähne mit Wasserstoffperoxid gebleicht werden, sind laut Köhler zudem nur ratsam, wenn nicht zu viele Füllungen vorhanden sind. Denn häufig seien diese an die Zahnfarbe angepasst, beim Bleaching würden sie aber nicht mitgebleicht. «Danach hat man dann zwar weiße Zähne, aber die dunklen Füllungen sind weiterhin sichtbar», warnt die Zahnärztin. Vor solchen Behandlungen, die auch für den Hausgebrauch erhältlich sind, sollte deshalb ein Zahnarzt zu Rate gezogen werden. © 2009 News Adhoc / ddp
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Wir raten unseren Kunden schon seit vielen Jahren davon ab, Zahnweißer-Zahncremes zu verwenden. Erfahrungsgemäß ist bei jahrlanger Verwendung vieler solcher Pasten eine schleichende Verdunkelung der Zahnfarbe zu beobachten, die den Verwender schnell in einen Teufelskreis führt: je dunkler die Zähne sind, desto öfter und intensiver werden solche Zahncremes verwendet.
Was diesen negativen Effekt oft noch verstärkt, ist die Tatsache, daß Menschen mit dunkler Zahnfarbe die Neigung haben, durch umso kräftigeres Zähneschrubben den Zahnschmelz immer weiter herunterzuschmirgeln, in der irrigen Annahme, daß besonders kräftiges Putzen einen intensiveren Aufhellungseffekt hervorrufen würde. Je dünner aber der Zahnschmelz wird, desto stärker schimmert der Zahnkern, das Dentin, durch ihn hindurch. Das Dentin, auch Zahnbein genannt, ist aber von Natur aus immer honigfarbig. Die Folge: der Zahn erscheint immer dunkler.
Die einzige Möglichkeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist der Umstieg auf ganz normale Zahncremes mit möglichst geringem Abrasions-(RDA-)Wert, das Erlernen eines gründlichen und effektiven Putzstils (dabei kann der Zahnarzt helfen), eventuell die Verwendung einer elektrischen oder Schallwellen-Zahnbürste (welches von beiden, ist in bißchen auch Glaubenssache, wobei ich die Schallwellen-Variante eindeutig bevorzuge), und für die dauerhafte Aufhellung vorhandener Verfärbungen ein professionelles Bleaching.
Von handelsüblichen Billig-Zahnweißern in Streifenform, zum Aufpinseln oder in Form von im heißen Wasserbad erweichten auf die Zähne gepreßten und somit nur mangelhaft an die Zahnform angepaßten Bleichschienen hingegen sollte man die Finger lassen: die Gefahr unregelmäßiger Aufhellung und unangenehmer Zahnfleisch-Irritationen ist einfach zu groß.
Besser ist, ausführlich zu googeln, Preise, Leistungen und Referenzen zu vergleichen und sich dann für ein ordentliches Bleaching bei einem erfahrenen Anbieter (Zahnarzt, Dentalkosmetiker, Bleaching-Studio…) zu entscheiden. Dann sind ein qualitativ hochwertiges und dauerhaftes (3-5 Jahre) Ergebnis praktisch garantiert.
In einem Punkt möchte ich die Aussage von Frau Köhler allerdings noch etwas präzisieren: natürlich ist auch mit Füllungen Bleaching möglich, nur sollte man sich darüber im Klaren sein, daß Füllungen im – beim Lachen und Sprechen – sichtbaren Bereich später einen Kontrast zu den aufgehellten Zähne bilden können und nötigenfalls ersetzt werden müßten. Bei normalen Kunststofffüllungen ist das weder aufwendig, noch besonders kostenintensiv, wohingegen man sich bei eventuell vorhandenen Kermikinlays, Verblendungen (Veneers), Kronen etc. besser vorher genau über die danach folgenden Kosten informieren sollte, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Christopher Schmeil,
Dentalkosmetiker (AACD)