Zentralrat der Juden besorgt08. November 2009
Kramer warnte zugleich, der Mauerfall am 9. November 1989 sei zwar Grund zur Freude. Er dürfe aber niemals das Gedenken an die Reichspogromnacht im Jahr 1938 verdrängen und schon gar nicht zu einem «Feiertag 9. November» führen. Kramer fügte hinzu: «Für die jüdische Gemeinschaft ist der 9. November kein Tag für Bierzelte, Bratwurststände und Konzerte, sondern ein Tag der Erinnerung an die Millionen Toten der Shoa, des nationalsozialistischen Holocausts». Der 9. November 1938 sei der «Meilenstein auf dem Weg zur staatlich organisierten Entrechtung, Deportation und fabrikmäßigen Vernichtung des europäischen Judentums». Kramer verwies darauf, dass damals in ganz Deutschland Geschäfte und Wohnungen jüdischer Menschen geplündert und zerstört sowie zahlreiche Synagogen verbrannt wurden. Er fügte hinzu: «In dieser einzigen Nacht starben mehr als tausend Menschen durch den randalierenden, staatlich organisierten Mob.» Blicke man in die deutsche Gegenwart, so müsse «man feststellen, dass viele, aber nicht alle aus der Vergangenheit die nötigen Lehren gezogen haben». Die Bundesrepublik sei zwar nicht die Weimarer Republik. Man dürfe aber nicht vergessen, dass die erste deutsche Demokratie nicht an zu vielen Nazis, sondern an zu wenigen Demokraten zu Grunde gegangen sei. Kramer kritisierte: «Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sind immer noch an der Tagesordnung.» Gerade in dem weiter zusammenwachsenden Europa sei es wichtig, die geschichtliche Vergangenheit nicht zu verdrängen. Kramer warnte: «Dass Juden das gemeinsame Feindbild rechter deutscher Antisemiten und islamistischer Fundamentalisten abgeben, verschärft die Gefahr.» Leider seien «sich auch am linken Rand von Politik und Gesellschaft angesiedelte Giftköche nicht zu schade, in den antijüdischen Chor einzustimmen». Kramer kritisierte: «Wer sich mit Regimes und Terroristen solidarisch zeigt, die Israel, die jüdische Heimstätte, auslöschen wollen, kann sich nicht mit dem Standardhinweis herausreden, er habe nichts gegen Juden. Auch eine angeblich historisch belegte antifaschistische Gesinnung dieser Linken ist kein Freibrief.» Kramer mahnte, bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus sei die Debatte über ein NPD-Verbot «nur ein Teilaspekt». Die Freien Kameradschaften, Nazibands sowie die von Rechtsextremisten genutzten Internetforen würden «in ihrer Wirkung von der Politik immer noch kleingeredet und gewaltig unterschätzt». Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden fügte hinzu: «Wir fordern nicht nur die Bundesregierung, sondern alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte auf, dem Extremismus durch umfassende Aufwertung der Erziehung zur Toleranz und bei der Vermittlung von Wissen über die in Deutschland lebenden Minderheiten zu begegnen.» na/ddp
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Herr Kramer ist ein alter Hetzer mehr nicht der soll sich lieber um den Siedlungsausbau und Hausenteignungen gegen die Palästinenser kümmern Kritik an Israel muß erlaubt sein wer selber austeilt muß auch einstecken und die Wahrheit vertragen können.